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Tunnelportale


Bilder der Strecke: 9121 (KBS 137 / KBS 113q)

2 Tunnel (ca. 1.030 Meter)Ulzburg  Kaltenkirchen 

[Hamburg-Altona (AKN) -] (Hamburg-Eidelstedt -) Quickborn -
Henstedt-Ulzburg - Kaltenkirchen/Holstein - Neumünster-Süd (AKN)

Ulzburger Tunnel  [SE]  (SH)

Südportal des Ulzburger Tunnels (Foto: Volker Borchert)

Länge:
630 Meter

Streckenteil:
Quickborn - Kaltenkirchen/Holstein

Lfd-Nr, Direktion:
3001, AKN-01

Seite/Quadrant:
9 D
12 B3 Ohne Name und Länge

bei km:
28,5

Nordportal des Ulzburger Tunnels (Foto: Volker Borchert)
Südportal, vom Bahnhof Ulzburg-Süd (Februar 2007)
(Foto: Volker Borchert)
  Nordportal, vom Bahnhof Henstedt-Ulzburg (Februar 2007)
(Foto: Volker Borchert)

Der Bahnhof Henstedt-Ulzburg liegt direkt am Tunnel, die Inbetriebnahme erfolgte im Jahr 2000.


Kaltenkirchener Tunnel  [SE]  (SH)

Südostportal des Kaltenkirchener Tunnels (Foto: Volker Borchert)

Länge:
400 Meter

Streckenteil:
Henstedt-Ulzburg - Neumünster-Süd

Lfd-Nr, Direktion:
3002, AKN-02

Seite/Quadrant:
9 D Ohne Name und Länge
12 B3 Ohne Name und Länge

bei km:
34,5

Westportal des Kaltenkirchener Tunnels (Foto: Volker Borchert)
Südostportal, vom Bahnhof Kaltenkirchen/Holstein
(Februar 2007) (Foto: Volker Borchert)
  Westportal, vom Hp. Holstentherme/Dodenhof
(Februar 2007) (Foto: Volker Borchert)

Der Bahnhof Kaltenkirchen/Holstein liegt direkt am Tunnel, das Bauwerk (einschließlich Tröge) ist insgesamt 850 Meter lang


Geschichte:

Keimzelle der AKN Eisenbahn AG war die Bahnlinie von der damals selbstständigen Stadt Altona über Kaltenkirchen nach Neumünster. 1884 wurde der erste Streckenabschnitt von Altona bis nach Kaltenkirchen eröffnet.
Vorausgegangen waren aber schon Bestrebungen im Jahre 1880, Altona mit Kaltenkirchen durch eine schmalspurige Eisenbahn zu verbinden. Den Gewerbetreibenden ging es damals vor allem um verbesserte Abfuhrmöglichkeiten für ihre Produkte. Als man dann den Bau einer Bahn in Angriff nahm, wählte man doch die Regelspur (1.435 mm).
Der ursprüngliche Bahnhof der AKN in Altona lag am Gählersplatz. Bis Quickborn verlief der Schienenweg anfangs auf dem Sommerweg der Kieler Chaussee, wobei er am Staatsbahnhof Holstenstraße die Verbindungsbahn niveaugleich mittels Klappschienen kreuzte.
1962 wurde die Hamburger S-Bahnlinie S 2 bis nach Hamburg-Langenfelde auf der AKN-Trasse erweitert. Die Strecke der AKN verkürzte sich daraufhin entsprechend. Die Hamburger S-Bahn wurde dann 1965 bis Elbgaustraße verlängert, wobei ebenfalls die seit 1912 von der AKN befahrene Trasse benutzt wurde. Seitdem ist Hamburg-Eidelstedt südlicher Endpunkt der AKN.
Beginnen wir aber unsere Streckenbeschreibung am nördlichen Endpunkt,entgegen der Kilometrierung, in Neumünster. Die Züge der AKN fahren erst seit 1953 in den Bahnhof Neumünster ein. Zuvor begannen bzw. endeten sie im AKN-eigenen Bahnhof Neumünster Süd.
Noch auf der Brücke über den Hansaring schert unsere eingleisige Trasse aus der Hauptbahn nach Hamburg aus. Auf der Brücke über die Schwale mündet rechts ein stillgelegtes Industriegleis vom Gewerbegebiet Wittorf ein. Unser Schienenweg verläuft zwischen Häuserzeilen zum Bahnhof Neumünster Süd, dem einstigen nördlichen Endhaltepunkt der AKN. Nach Weiterführung der Strecke zum Bahnhof Neumünster wurde der Bahnhof Neumünster Süd umgebaut. Hier waren ursprünglich eine Werkstatt und ein Lokschuppen angeschlossen. Auch heute befinden sich hier eine Abstellanlage sowie eine Waschhalle für die Züge der AKN, der SHB und der Nordbahn.
Beim Gewerbegebiet Süd entfernt sich auf der linken Seite die seit 2002 von der AKN zusammen mit der Hamburger Hochbahn betriebene Nordbahn nach Bad Oldesloe. Jene Strecke war zur´Vorkriegszeit Bestandteil der Verbindung Hagenow Land - Ratzeburg - Bad Oldesloe - Neumünster und unterstand der Zuständigkeit der Deutschen Reichsbahn, Direktion Hamburg.
In Boostedt schließen links Sportanlagen und dahinter ein großes Kasernengelände an den Bahnhof an. Zwischen dem Boostedter Bahnhof und der nächsten Station Großenaspe zweigt links ein etwa 2 km langes Verbindungsgleis einer Panzerverladungsanlage ab.
Der auf Großenaspe folgende Haltepunkt Wiemersdorf liegt etwas abseits östlich des Ortskerns. Auf der Weiterfahrt berührt die Trasse den Ausläufer des Roddenmoors. Rechts, in kurzer Entfernung, ein Hubschrauber-Landeplatz des Bundesgrenzschutzes, der in Bad Bramstedt stationiert ist.
In einem weit ausholenden Bogen erreicht die Bahn das Sol- und Moorbad Bramstedt, das seine Bedeutung durch die Lage am Schnittpunkt alter Nord-Süd- und West-Ost-Verkehrswege gewann. Gleich nach dem Bahnhof überqueren wir das Flüsschen Osterau. Nach Kreuzung der Bundesstraße 206 gelangen wir zu der mitten in den Kuranlagen gelegenen Station Bad Bramstedt Kurhaus.
Nach Durchquerung der Kurparkanlagen erreicht die Strecke wieder freies Gelände. Links, unweit des Bahnkörpers, erstreckt sich das Naturschutzgebiet Schindemoor. Vor der Station Lentföhrden rückt die Bahnlinie für einen Moment nahe an die Bundesstraße 4, die Kieler Straße, heran.
Hinter dem Haltepunkt Nützen überqueren wir nahe der Autobahn-Anschlussstelle Kaltenkirchen die Autobahn A 7 zum zweiten Mal, nachdem die erste Überquerung in Ost-West-Richtung zwischen Großenaspe und Wiemersdorf erfolgte.
Es folgt die bereits zu Kaltenkirchen gehörende Station Holstentherme/Dodenhof. Sie ermöglicht den bequemen Zugang zu dem rechts der Bahn gelegenen Freizeit- und Erholungspark sowie zum Erlebnisbad "Holstentherme" und zum Möbelhaus "Dodenhof".
Die Bahnhofsanlagen in Kaltenkirchen erfahren derzeit eine völlige Umgestaltung. Um neuen Platz für oberirdische, städtebauliche Vorhaben zu gewinnen, sollen Gleise und Bahnsteige in die »Minus-1-Ebene« tiefergelegt werden. Auch werden die Schienen auf 850 Meter Länge in Tieflage verlaufen und im Bereich des neuen Bahnhofs auf 200 Meter Länge im Trog geführt werden.
Weil bereits in den 1950er Jahren abzusehen war, dass der Bahnhof Hamburg-Altona AKN einem Bahnpaketpostamt Platz machen müsse, erstellte die AKN 1957 eine neue Hauptwerkstatt in Kaltenkirchen, ein Ausbesserungs- und Betriebswerk mit Wagenwaschanlage umfassend. Heute steht an dieser Stelle das große Betriebszentrum mit Verwaltung, Werkstatt und Abstellanlage.
Auf der Weiterfahrt Richtung Süden rollte von Kaltenkirchen am 25.08.2000 letztmals ein Zug auf der alten Trasse. Der vier Kilometer lange, jetzt auch zweigleisig befahrbare Streckenabschnitt über Kaltenkirchen Süd nach Henstedt-Ulzburg wurde neu trassiert, wobei die Züge durch den 630 Meter langen Tunnel in Henstedt-Ulzburg aus dem Ortsbild verschwunden sind. Gleichzeitig wurde dort auch ein moderner Bahnhof errichtet.
Noch vor der Station Henstedt-Ulzburg mündet rechts die ebenfalls von der AKN betriebene, eingleisige Bahnlinie aus Elmshorn ein. Sie ist Bestandteil der einstigen Elmshorn-Barmstedt-Oldesloer Eisenbahn AG. In Ulzburg Süd nimmt die ehemalige Alsternordbahn, die heute von der AKN als A 2 betrieben wird, nach Norderstedt Mitte ihren Ausgang.
Während die letztgenannte Bahn in südöstlicher Richtung durch den Staatsforst Rantzau entschwindet, wendet sich die AKN-Stammstrecke nach Südwesten, vorbei an der Quickborner Heide. Am Ortsrand von Ulzburg Süd erkennen wir links einen Gleisbogen, der die Bahnlinie der A 1 mit der A 2 verbindet.
Vor Tanneneck überbrückt die A 7 unseren Bahnkörper. Bei der Station Tanneneck bestand im Ersten Weltkrieg ein Anschlussgleis zur Pulverfabrik. Über Ellerau gelangt unser Zug nach Quickborn.
Von der folgenden Station Ellerau erfolgte bereits 1912 eine Neutrassierung bis Altona, wobei der anfängliche sehr schwache Oberbau im Straßenplanum durch eine stärkere Ausführung auf eigenem Bahnkörper ersetzt wurde.
In Bönningstedt war früher die Verladung von Pflanzen der hiesigen Baumschulen von wirtschaftlicher Bedeutung.
Mit Burgwedel haben wir das ausufernde Stadtgebiet der Freien und Hansestadt Hamburg erreicht. Als Hamburg im 19. Jahrhundert seine engen Mauern sprengte, entstand eine reiche Stadtlandschaft, die aber noch ländliche Idyllen aufzuweisen hat. So finden wir in Burgwedel und der nächsten Station Schnelsen manche Freifläche. In Schnelsen war, wie auch in Eidelstedt, der Güterverkehr der AKN sehr rege.
Links, lediglich durch eine Häuserzeile getrennt, verläuft parallel die Bundesstraße 4, hier Holsteiner Chaussee benannt. Kurz vor dem Haltepunkt Hörgensweg überspannt die Autobahn-Anschlussstelle Hamburg-Eidelstedt die Gleisanlagen.
Hinter der neuen, in Tieflage gebauten Station Eidelstedt Zentrum verläuft die Trasse durch dicht bebautes Gebiet und überbrückt mehrere Straßenzüge. Alsdann nähern wir uns der mehrgleisigen Hauptbahn Hamburg - Westerland bzw. Hamburg - Kiel/Flensburg. Zwei Gleise dienen der Hamburger S-Bahn.
Unweit von hier befindet sich der Betriebshof Eidelstedt, in dem die ICE-Züge gewartet werden. Das hochmoderne Werk entstand 1991 auf dem stillgelegten Gelände des Rangierbahnhofs Eidelstedt. Ehe unser Zug sein Ziel, Eidelstedt, erreicht, überqueren wir die Hamburger Güterumgehungsbahn, welche eingleisig von Rothenburgsort nach Eidelstedt führt.
In Hamburg-Eidelstedt heißt es für die Fahrgäste umsteigen in die S-Bahn Linien 3 oder 21, um ihre Ziele in Hamburg zu erreichen.

Erhalten mit freundlicher Genehmigung erhlaten von AKN Eisenbahn AG


Landkarte:

[Hamburg-Altona (AKN) -] (Hamburg-Eidelstedt -) Quickborn - HenstedtUlzburg - Kaltenkirchen/Holstein - Neumünster-Süd (AKN)

Ausschnitt aus Kursbuchkarte von 1958

Hinweis:

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