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Tunnelportale


Bilder der Strecke: 3270 (Abgebaut / KBS 271f)

1 Tunnel (320 Meter)Slaverie 

Neunkirchen/Saar - Neunkirchen-Dechen [- Neunkirchen-Heinitz]

Tunnel Slaverie  [NK]  (SL)

Nordportal des Tunnels Slaverie

Länge:
320 Meter

Streckenteil:
Neunkirchen/Saar - Neunkirchen-Dechen

Lfd-Nr, Direktion:
639, Sar-086

Seite/Quadrant:
81 B Nicht eingezeichnet
157 C1 Nicht eingezeichnet

bei km:
~ 2

Südportal des Tunnels Slaverie
Nordportal, vom Bahnhof Neunkirchen/Saar 1895 abgetragen Südportal, vom Bahnhof Neunkirchen-Dechen

Geschichte:

Neunkirchen - Grube Heinitz: Die erste Bahnlinie im preußischen Saarrevier

Nach Festlegung der Bahntrasse von Neunkirchen-Wellesweiler über Neunkirchen/Saar nach Saarbrücken (Strecke 3511) wurde am 1. Juli 1846 der Reden-Stollen im Landsweilertal und am 12. Juli 1847 der Heinitz-Stollen im Holzhauertal angehauen. Beide Förderpunkte lagen nicht direkt an der geplanten Bahnlinie. Es waren daher Stichbahnen notwendig mit einer Länge von 0,4 km zum Reden-Stollen und 3,0 km zum Heinitz-Stollen, wo außerdem noch ein Tunnel von etwa 300 Meter Länge erforderlich war (1895 umgewandelt in eine tiefe Schlucht). Wenn man sich trotzdem entschied, die Bahn nach Neunkirchen-Heinitz zuerst zu bauen, so lag das daran, dass es dort für die Verkokung geeignete Fettkohle gab.
Die Pfälzische Ludwigsbahn von Ludwigshafen/Rhein nach Homburg/Saar (Strecke 3280) eröffnete die letzte Teilstrecke von Homburg/Saar über Bexbach bis zur bayrisch-preußischen Grenze bei Neunkirchen-Wellesweiler (Strecke 3282) am 6. Juni 1849. Am 8. November 1849 trafen sich ein Bevollmächtigter der Ludwigsbahn mit Berghauptmann von Dechen und Bauinspektor Haehner von der Königlichen Commission für den Bau der Saarbrücker Eisenbahn in Homburg, um den "zukünftigen zusammenhängenden Bahnbetrieb und den Kohlenbezug zu regulieren". Der Hauptzweck der Besprechung war, "die Preise der Saarkohlen so herabzusetzen, dass sie am Rhein wenigstens annähernd denen der Ruhrkohle gleich kämen, um letzere zwar nicht zu verdrängen, aber doch in gewisse Schranken zurechtzuführen".
In dem späteren Vertrag vom 11./19. März 1850 hieß es, dass die Direktion der Pfälzischen Ludwigsbahn mit ihren Zügen und ihrem Personal den Transport der Kohlen und Koks von den Gruben im Landsweiler- und Holzhauer-Tal übernimmt, und für den Transport von Personen, Vieh und Waren jeder Art zuständig ist.
Im Spätsommer 1850 war es so weit. Mit bayrischen Personal fuhr am 7. September der erste Kohlenzug von Neunkirchen-Heinitz nach der Pfalz, nachdem die Strecke zwischen Neunkirchen-Heinitz und Neunkirchen-Wellesweiler fertiggestellt war. Die offizielle Eröffnung der Strecke Neunkirchen-Grube Heinitz fand dann am 15. September statt, die sich somit im Jahr 2000 zum 150. Mal jährte.
Die Strecke Neunkirchen - Neunkirchen-Wellesweiler (Strecke 3282) wurde erst am 20. Oktober 1850 offiziell eröffnet. Die Entscheidung, die Bahn zuerst nach Neunkirchen-Heinitz und nicht nach Reden zu führen, zeigte sich bald als richtig. Nachdem die Förderpunkte Reden und Heinitz am 1. Januar 1851 selbständige Gruben geworden waren, betrug die Jahresförderung in Heinitz 203.533 Tonnen, während diese in Reden nur 151.333 Tonnen betrug. Der Bahnbetrieb nach Heinitz war zunächst auf Güterverkehr beschränkt und verlief auf einer Teilstrecke durch das Tal, die auf der Karte noch zu erkennen ist.

Quelle: Buch von Helmut Schinkel, Heinitz: Von der Kohlengrube zum Neunkircher Stadtteil
erschienen bei Werbedruck Klischat u. Schmidt, Offsetdruckerei, Neunkirchen


Landkarte:

Neunkirchen/Saar - Neunkirchen-Dechen [- Neunkirchen-Heinitz]
  Ausschnitt aus historischer Karte von 1895   Der Tunnel befindet sich ungefähr in Kartenmitte
zwischen den Worten "Slaverie" und "Neunkircherhof"

Die rot nummerierten Strecken gehen nach:

(1) Saarbrücken Hbf (Strecke 3511)
(2) Wemmetsweiler (Strecke 3240)
(3) Türkismühle (Strecke 3511)
(4) Homburg/Saar (Strecke 3282)
(5) Neunkirchen-Heinitz (Strecke 3276)

Weiterhin ist die Strecke 3271 eingezeichnet,
die zur "Grube König" führt.


Die historische Karte von 1895 wurde von Marc Schygulla, dem Betreiber von Verkehrsrelikte, zur Verfügung gestellt.
 

Hinweis:

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